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Gesundheitsversorgung in der Schweiz

Gesundheitsversorgung in der Schweiz

Erwartungsgemäß funktioniert das schweizerische Gesundheitsversorgungssystem so präzise wie ein Uhrwerk und ist in ganz Europa für seine hochwertigen medizinischen Dienstleistungen bekannt. Die Gesundheitsfürsorge steht auf der politischen Agenda stets weit oben und etwa 10 Prozent des BIP des Landes fließen in die Gesundheit, wodurch die Schweiz in Bezug auf ihre medizinischen Ausgaben fast an der Spitze der OECD-Länder (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) rangiert. Dank dieser Investitionen besitzt das Land einen Reichtum an medizinischen Einrichtungen, die die neuesten Technologien benutzen und eine der weltweit niedrigsten Patientenzahl pro Arzt sowie eine hohe Anzahl gut qualifizierter Pflegekräfte pro Arzt aufweisen. Die Einwohner der Schweiz erfreuen sich einer hohen Lebenserwartung (weltweit Rang 10 im Jahre 2010*) und die Kindersterblichkeit zählt zu den niedrigsten der Welt (16. Platz im Jahre 2010*).

Da es sich um die Schweiz handelt, hat diese hohe Qualität natürlich ihren Preis. Krankenversicherungen sind vorgeschrieben und in der Schweiz lebende Ausländer müssen dieser Verpflichtung innerhalb von drei Monaten nach ihrer Ankunft in der Schweiz nachkommen (es sei denn, sie sind auf Grundlage eines bilateralen Sozialversicherungsabkommens befreit und müssen keine Sozialversicherungsbeiträge in der Schweiz bezahlen, da diese nach wie vor in ihrem Heimatland bezahlt werden). Darüber hinaus müssen Kinder innerhalb von drei Monaten nach ihrer Geburt über eine Versicherung verfügen. Von der Versicherungspflicht befreit sind ausländische Behördenbedienstete, Mitglieder einer Ständigen Vertretung und deren Familienmitglieder.

Gesundheitspflege

Die Schweiz gilt als sehr gesunder Wohnort. Zur Einreise in das Land sind keine Impfungen erforderlich, obwohl es sich stets empfiehlt, vor Ihrer Ankunft sicherzustellen, dass Sie Ihren Impfschutz gegen Tetanus, Diphtherie und Polio erneuert haben. Eine Impfbescheinigung für ansteckende Krankheiten (einschließlich Gelbfieber) ist vor Ihrer Einreise erforderlich, wenn Sie sich kürzlich in einem infizierten Gebiet aufgehalten haben. Die Schweiz zählt zu den wenigen europäischen Ländern, die für tollwutfrei erklärt wurden.

Nahrungsmittel und Getränke verursachen aufgrund der hohen Hygienestandards in der Regel für die in der Schweiz lebenden Menschen keine Gesundheitsprobleme.

Ärzte und Krankenhäuser

In der Schweiz einen Arzt für Sie und Ihre Familie zu finden, ist relativ einfach. Allgemeinärzte sind in den Gelben Seiten unter Allgemeine Medizin oder Médicin Général aufgeführt. Weitere Informationen zu Ärzten (sowie allgemeine Gesundheitshinweise) finden Sie unter www.doktor.ch. Eine persönliche Empfehlung ist stets eine gute Möglichkeit, einen Arzt zu finden, mit dem Sie leicht kommunizieren können. Bringen Sie in Erfahrung, was Sie außerhalb der Sprechzeiten oder in einem Notfall tun sollten. Sie finden die Rufnummern der jeweiligen Notdienste auf der Rückseite aller schweizerischen Telefonbücher (Polizei: 117. Rettungswagen: 144). Ebenso verfügen die meisten Krankenhäuser und Kliniken über eine Notaufnahme und im französischsprachigen Raum der Schweiz gibt es außerdem Spezialkliniken für weniger dringende Notfälle.

Bitte bedenken Sie jedoch, dass Sie selbst im Notfall darum gebeten werden können, Ihren Krankenversicherungsnachweis vorzulegen ("kostenlose" Behandlungen gibt es in der Schweiz nicht**), obwohl Sie höchstwahrscheinlich nicht abgewiesen werden, wenn es um Leben oder Tod geht!

Wenn Sie eine Routinebehandlung in einem Krankenhaus benötigen, brauchen Sie eine Überweisung von Ihrem Arzt. Sämtliche Krankenhauskosten müssen von Ihnen oder Ihrer Versicherung bezahlt werden. Wenn Sie Ihren Wohnsitz nicht in der Schweiz haben und über keinen ausreichenden Versicherungsschutz verfügen, können Krankenhäuser bei Ihrer Einweisung eine Anzahlung von bis zu 10.000 CHF (ca. 10.000 USD) verlangen.

Nicht nur Ärzte und Krankenhäuser sind in der Schweiz sehr kostspielig – Medikamente zählen zu den teuersten Europas. Rund ein Drittel aller zum Verkauf zugelassenen Medikamente sind verschreibungspflichtig. Diese sollten von Ihrer Krankenversicherung abgedeckt sein, Sie müssen jedoch eine Selbstbeteiligung übernehmen. Nicht verschreibungspflichtige Medikamente sind nicht von Ihrer Krankenversicherung abgedeckt, weshalb es sich empfiehlt, vor der Ankunft einen Vorrat an häufig benötigten Schmerzmitteln, Erkältungsmitteln und anderen Produkten anzulegen.

* The World Factbook, CIA.
** Europäische Besucher und ihre Familienangehörigen, die während eines Besuchs in der Schweiz krank werden, erhalten auf Vorlage einer gültigen Europäischen Krankenversicherungskarte (EKVK) notwendige Behandlungen kostenlos oder zu reduzierten Kosten.

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